Am vierten Märzwochenende fand eine gemeinsame Übung der THW-Ortsverbände Brühl und Köln-Ost statt, an der insgesamt 31 Helferinnen und Helfer teilnahmen. In dem organisierten Szenario kam es aufgrund von anhaltenden Niederschlägen zu zahlreichen Überschwemmungen, bei denen das THW vielfältige Aufgaben, wie Fachberatungen, Pumparbeiten, Sandsackfüllarbeiten und -verbau sowie weitere Vorbereitungen zur Deichverteidigung übernahm.
Am Freitagnachmittag verlegten die Kölner Einsatzkräfte im geschlossenen Verband in den OV Brühl, wo weitere Helferinnen und Helfer zur Übung dazustießen. Nach einer gemeinsamen Abendverpflegung fuhren die Teilnehmenden ins Schadensgebiet, wo sie zu später Stunde ein Feldlager errichteten.
Der nächste Tag startete mit einer Einweisung in die Lage durch den technischen Berater „Hochwasserschutz u. Naturgefahren“ (TeBe HuN) Michael Schwarz, der die Übung auf Basis seiner langjährigen Erfahrungen konzeptioniert hatte. An zwei Stellen der durch den Starkregen geschädigten Deiche, kam es zum Wasseraustritt. Mithilfe von Sandsäcken galt es für die Einsatzkräfte zwei Quellkaden zu errichten, mit denen an der Austrittstelle ein Gegendruck erzeugt wird, um so den Austrag von Deichmaterial zu begrenzen. Dafür mussten die Helferinnen und Helfer zunächst die erforderliche Anzahl von Sandsäcken befüllen und palettieren, damit sie diese an die Schadenstelle transportieren und dort verbauen konnten. In Summe wurden während der Übung ca. 1.700 Sandsäcke hergestellt, jeweils zu 81 Stück auf insgesamt 20 Paletten verstaut und anschließend die beiden Quellkaden errichtet. Schwarz zeigte sich sehr zufrieden mit dem Aufbau, bei dem es vor allem darum ging die Abläufe kennenzulernen und zu festigen.
Im Anschluss wurden die Einsatzkräfte an eine zweite Einsatzstelle beordert. Um die Standfestigkeit eines stark beanspruchten Deiches zu gewährleisten, sollte mithilfe der Sandsäcke eine Deichfußsicherung, eine sogenannte Auflast geschaffen werden. Dabei werden mehrere Lagen Sandsäcke auf die Deichböschung gelegt, um dem Deich mehr Stabilität zu bieten. Auch diese Aufgabe konnten die Einsatzkräfte nach den Vorstellungen der Übungsleitung umsetzen.
Am Samstagabend und Sonntagvormittag erfolgte schließlich noch der Rückbau des Materials und des Feldlagers sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.
„Die permanente Ausbildung ist wichtig, um das Wissen, das das THW im Bezug auf Deichverteidigung, Hochwasserschutz und Naturgefahren hat, zu festigen. Die Helferinnen und Helfer werden so ausgebildet, dass sie in abstrakten Lagen das Erlernte abrufen können und ihr Fachwissen zur Sicherung von Deichen als Multiplikatoren an Bundeswehr und andere Hilfsorganisationen weitergeben können“, resümierte Schwarz und dankte allen Beteiligten, die – teils im Hintergrund – zur erfolgreichen Umsetzung des Übungswochenendes beigetragen haben. Der Dank gilt vor allem den Köchen für die leckere und reichhaltige Verpflegung, der Fachgruppe Räumen aus Köln-Ost, die einen Übungsdeich errichtet hat, den Helferinnen, die die Rolle der Führungsstelle übernahmen und Thomas, der bei Planung und Durchführung die Übungsleitung unterstützte.